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Segeln in Kuba – Yachtcharter Karibik

Beim Thema Kuba hatte ich vor meinem Törn immer gleich ganz spezielle Bilder im Kopf. Oldtimer in den verschiedensten Farben, die durch die Straßen Havannas cruisen, sonnengegerbte Menschen mit dicken Zigarren im Mund und traumhafte Strände mit türkisblauem Wasser… All das aber auch noch viel mehr, durfte ich dann tatsächlich vor Ort erleben.

 

Für alle, die statt zu lesen, die Infos über Kuba lieber als Film erleben möchten…

 

Auch wieder als Hörbuch im Rahmen unseres Audio Podcasts zu genießen!

Du bist mehr der Audio Fan! Kein Problem. Unseren Beitrag gibt es auch als Hörbuch. Einfach auf „Play“ drücken und zuhören…

Allgemeine Informationen

Kuba auf der Landkarte

Kuba liegt in der Karibik. Genaugenommen grenzt der Inselstaat, dessen Hauptstadt Havanna übrigens zugleich die größte Metropole der Karibik ist, im Nordosten an den Atlantischen Ozean, im Nordwesten an den Golf von Mexico und im Süden an das Karibische Meer. Also wenn Sie wissen, wo Miami liegt, dann gehen Sie einfach knapp 280km südlich und Sie sind auf Kuba. Von Key West aus, sind es sogar nur 150km, bzw. ca. 80 Seemeilen.

Zahlen und Fakten

Neben der Hauptinsel besteht der zu den großen Antillen gehörende Archipel übrigens noch aus rund 4.195 kleinen und kleinsten Inseln. Insgesamt sprechen wir hier von einer Gesamtfläche von fast 110.000km².

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Typisches Bild einer Kubanerin in Havanna

In Havanna leben laut Wikipedia ca. zwei Millionen Menschen, wobei ich mir fast sicher bin, auch wenn ich nicht nachgezählt habe, dass es ein paar mehr sein müssten.

Anreise

Egal – Nach Kuba kommt man natürlich am besten mit dem Flugzeug per Direktflug. Die Flugzeit von Frankfurt nach Havanna beträgt rund 11 Stunden. Wir sind nonstop mit der Condor geflogen. Das war wunderbar. Man kann Havanna auch sehr gut über Zürich mit der Edelweiß Air oder über Paris mit der Air France erreichen. Zumindest ist das aktuell der Fall. Wenn man landet, kann man seine Uhr gleich um 6 Stunden zurückstellen. Wenn es dort also zum Beispiel zwölf Uhr Mittag ist, haben wir hier in Mitteleuropa bereits sechs Uhr Abend. Man benötigt einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass und eine sogenannte Touristenkarte. Diese ersetzt quasi das Visum und kann beim Check in bereits hier in Deutschland am Flughafen für aktuell rund 25,-€ gekauft werden. Dieses Dokument bitte unbedingt aufheben. Denn beim Rückflug muss die Karte wieder vorgelegt werden.

 Währung

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Ein CUC entspricht ungefähr eineme Dollar.

Der Wechselkurs des Peso Convertible (kurz CUC) wird von der kubanischen Nationalbank festgelegt und liegt sehr genau bei der des US Dollars. Ich rate dringend dazu ausschließlich mit Bargeld anzureisen und vor Ort das Geld zu tauschen. Man kann das zum Beispiel in Banken oder Hotels machen. Wer hier mit der Karte Geld abheben möchte kann das zwar versuchen, im Zweifel ist der Automat aber leer, es funktioniert nicht oder aber man muss in der Bank lange warten, bis man endlich zu seinem Geld kommt. Und wer sich hier Gedanken über Kriminalität macht, dem kann ich die beruhigende Info darüber geben, dass Kuba tatsächlich eines der sichersten Flecken ist. Ich wusste das vorher auch nicht, aber hier gibt es so gut wie keine Diebstähle, Überfälle oder dergleichen.

Was kostet Kuba

Wer davon ausgeht, dass in Kuba alles billig ist, der irrt sich übrigens. Außer bei Obst und Gemüse vom Bauernmarkt orientieren sich die Preise meist an europäischem Niveau, und bei Importgütern kommt dann meistens auch noch ein Steuer dazu. Hotelübernachtungen bleiben mit ca. 60,-€ im Rahmen, wobei die oft besseren Pensionen, sogenannte Casas Particulares, sogar nur zwischen 20 und 35 Euro kosten. Ein Menü im Restaurant liegt zwischen acht und zwölf Euro, ein Bier oder ein Softdrink kostet ein bis zwei Euro, Cocktails, vor allem natürlich der einheimische Mojito und Cuba Libre kosten zwischen zwei bis zu fünf Euro.

Vom Flughafen zur Marina

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Das Taxi fährt bis in die Marina in Cienfuegos

O.k. wenn man also in Havanna gelandet ist, geht’s für ca. drei Stunden mit dem Transfer Richtung Cienfuegos, wo auch die Basen der Vercharterer sind. Für einen Minibus, der bis zu acht Personen samt Gepäck mitnehmen kann, zahlt man aktuell ca. 270,-€ für die einfache Fahrt. Das ist absolut fair. Der Transfer hält direkt in der Marina in Cienfuegos.

Chartern auf Kuba

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Der Katamaran ist bereit für den Törn

Wir waren übrigens mit einem Schiff der Firma Platten Sailing Cuba unterwegs. Außerdem haben hier noch die Firmen Dreamyacht Charter und Alboran Ihre Flotten. Plattensailing war nicht nur der erste Vercharterer überhaupt auf Kuba, der langjährige Base Manager Omar spricht auch perfekt Deutsch und ist, wahrscheinlich aufgrund seiner langjährigen Beschäftigung, auch irgendwie der heimliche Chef der Marina. Ich habe übrigens ein wirklich interessantes Interview mit Omar geführt, bei dem Gespräch mit ihm ging es mir vor allem auch um ein, für uns Yachtcharterurlauber, ganz brisantes Thema. Qualität der Yachten!

Qualität der Yachten

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Die Schiffe sind gut gewartet

Wie ja bekannt ist, leidet Kuba noch immer unter den wirtschaftlichen Sanktionen, die sich natürlich auch im Chartergeschäft bemerkbar machen. Komplizierte und langwierige Einfuhrbestimmungen erschweren es den Vercharterern, Ersatzteile und Zubehör für die Yachten zu bekommen. Das war tatsächlich der Hauptgrund dafür, dass man den Qualitätsstandard der Yachten auf Kuba, nicht mit dem in der restlichen Karibik oder gar in Europa vergleichen konnte.

Die Zeiten haben sich geändert

Aber wie sie gemerkt haben, spreche ich hier in der Vergangenheitsform. Vor allem in den letzten zwei Jahren wurden die Feedbacks der Kunden bezüglich der Qualität der Schiffe immer besser. Was war passiert? Offen gesagt war es auch vor allem diese Frage, die mich schlussendlich dazu bewegt hatte, mir ein eigenes Bild vom Zustand der Schiffe und der Qualität zu machen. Aus diesem Grund haben ich auch bewusst ein über 10 Jahre altes Schiff gechartert, obwohl Platten Sailing zum Beispiel auch eine brandneue Lagoon 450 im Angebot hat. An unserem Schiff hat tatsächlich alles funktioniert. O.k. wenn ich ein Kniefieser wäre, hätte ich jetzt gesagt, dass eine Steckdose nicht funktioniert hat und die Ankerkette manchmal etwas durchgerutscht ist.

Warum man inzwischen gut gewartete Yachten bekommt

Der Grund für den Qualitätswandel liegt darin, dass die Einfuhrbedingungen gelockert wurden und der Vercharterer die Ersatzteile nun in Deutschland bestellt und dann in großen Paketen per Seefracht nach Kuba importieren lässt. Das dauert natürlich immer seine Zeit, so dass man nicht heute was bestellen kann, was dann in einer Woche an der Basis ist. Man kann nämlich aufgrund des Embargos immer noch nichts aus den USA importieren. Alles kommt daher aus Europa. Es ist wirklich so, dass es hier nicht mal Seile, Bootsteile, Pumpen oder Segel gibt. Das liegt auch daran, dass es hier keinerlei private Schifffahrt gibt.

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Die Grundlage für einen schönen Törn – ein gut gewartetes Schiff

Reiches Ersatzteillager

Interview Kuba Segeln Yachtcharter
Das Interview mit Omar auf YouTube

Plattensailing hat sich auf diesem Weg ein stattliches Ersatzteillager aufgebaut. Wir hatten auf unserem Schiff sogar Dinge wie einen zweiten Propeller und sogar eine Lichtmaschine und einen Anlasser als Ersatz dabei. All das, damit man auf dem Törn im Falle eines Schadens, so wenig Zeit wie möglich verliert. Plattensailing hat selbst auf Cayo Largo enge Kontakte zu Technikern, die im Falle eines Schadens in kürzester Zeit in dieser Region zur Stelle wäre. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig und spart im Schadenfall richtig Zeit. Mehr Infos zu diesem Thema können Sie unserem Interview mit Omar entnehmen. Nebenbei bemerkt, ein echt cooler Typ, der einen verdammt guten Job macht wie ich finde.

Schiffsangebot vor Ort – Welche Yachten gibt es?

Wer sich einen genaueren Überblick über das Schiffsangebot vor Ort machen möchte, kann das einfach über unsere Website charterbar-yachting.de machen. Dort bekommt man alle Yachten samt Ausstattungsmerkmalen, Preisen und Rabatten übersichtlich angezeigt. Und falls nicht das Richtige für Sie dabei ist oder Sie etwas Spezielles suchen, rufen Sie uns bitte unbedingt an oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir kümmern uns sehr gerne um Ihre Anfrage und helfen Ihnen bei der Suche nach dem richtigen Schiff.

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Einfach per Klick die Verfügbarkeiten und Infos der Schiffe prüfen

Sprache

Aber zurück zu Kuba. Letztens hat mich jemand gefragt, ob ich denn kubanisch kann… Das ist natürlich Quatsch – Die Sprache in Kuba ist Spanisch! Ein paar Brocke Spanisch sind hier definitiv hilfreich. Es ist nämlich tatsächlich so, dass man mit Englisch allein an vielen Ecken nicht so weit kommt. Aber wer sich so wie ich zur Not auch mit Händen und Füßen verständigen kann, kommt meist auch an sein Ziel.

Die ärztliche Versorgung auf Kuba

Vielleicht noch ein paar Worte zur ärztlichen Versorgung vor Ort. Ich bin oft gefragt worden, wie es denn vor Ort mit Ärzten und Krankenhäusern etc. aussieht. Also hier kann ich nur sagen: Die Gesundheitsversorgung auf Kuba ist wirklich gut! Bitte aber daran denken, einen Nachweis der Auslandskrankenversicherung, am besten sogar auf Spanisch, mit ins Gepäck zu packen. Das Land ist nebenbei bemerkt malariafrei und Schutzimpfungen sind auch keine gefordert. Ich würde aber vor Ort vorsichtshalber zum Beispiel dennoch kein Leitungswasser trinken und ungekochte, sowie ungeschälte Nahrungsmittel meiden. Man muss es ja nicht drauf ankommen lassen. Ansonsten vielleicht noch persönliche und ein paar allgemeine Medikamente mit einpacken und vor allem die Sonnenkreme und den Insektenschutz nicht vergessen!

Die Kubaner – ein sparsames Volk

Apropos packen! Man sollte wirklich bewusst packen. Das sage ich deshalb, weil man auf Kuba nicht einfach so einkaufen gehen kann, wie man es hier gewohnt ist. Denn wie bereits bemerkt ist Kuba ein sozialistischer Staat und dazu kommt noch, dass das Land immer noch unter den wirtschaftlichen Sanktionen leidet, was den Import verschiedenster Waren unmöglich macht.

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Der typische Kubaner benötigt nicht viel um glücklich zu sein…

Einkaufen? Wo sind die Geschäfte?

Es gibt hier nicht einfach Geschäfte an der Straße in denen man wie bei uns alles Mögliche einkaufen kann. Keine Discounter, keine Franchise Ketten, Fast Food Restaurants und schon gar nicht so etwas wie Elektronikläden oder dergleichen. Mir persönlich ist dadurch erst richtig bewusst geworden, in was für einer Konsumgesellschaft wir hier leben. Das ist auch völlig ohne Wertung. Es ist einfach Fakt.

Hier lernt man Wertschätzung!

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Im Gespräch mit unserem Taxifahrer

Unser Taxifahrer hat es auf den Punkt gebracht. Er meinte, dass sie hier eigentlich nichts hätten aber alles daraus machen würden. Hier wird nichts weggeworfen und selbst ein T-Shirt wird nicht entsorgt, nur weil es nicht mehr in ist oder schon länger getragen wurde. Das ist auch der Grund für die vielen Oldtimer. Die werden einfach immer wieder instandgesetzt. Das Auto kommt nicht auf den Schrottplatz. Die Fahrzeuge sind bei genauerem Hinsehen aus verschiedensten Autos zusammengebaut. Der Motor, die Sitze und auch alles andere werden je nach Bedarf ersetzt. Die Kubaner sind definitiv die findungsreichsten Bastler, die ich je gesehen habe. Was ich dadurch vor allem für mich mitnehmen konnte war das Gefühl von echter Wertschätzung. Wertschätzung gegenüber den Dingen, die wir hier so selbstverständlich besitzen und leider eben oft nicht zu schätzen wissen.

Proviant

Die Tatsachen, nicht einfach so einkaufen gehen zu können, macht sich auch schon beim Thema Verproviantierung bemerkbar. Wenn es in der Marina in Cienfuegos nicht einen Laden geben würde, in dem man die wichtigsten Dinge bekommt, wäre man eigentlich aufgeschmissen.

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Einkaufen! Ein Abenteuer auf Kuba.

Wir haben dort Wasser, Reis, Nudeln, Konserven, Kaffee, Eier, sowie Marmelade und etwas Käse gekauft. Bier und natürlich Rum, den es hier übrigens quasi überall zu kaufen gibt, haben wir natürlich auch eingepackt. Seit 2017 gibt es glücklicherweise auch einen Gemüse- und Früchtehändler in der Marina.  Für alle weiteren Sachen wie Brot, Fisch und so weiter, muss man in die Stadt Cienfuegos fahren. Nehmen Sie sich einen Taxifahrer oder lassen Sie sich mit einem der Fahrradtaxis in die Stadt kutschieren. Die Einheimischen wissen, welcher fliegende Händler, was genau verkauft. Das ist ein wirklich besonderes Einkaufserlebnis und nebenbei sieht man gleich etwas von dem wunderschönen Cienfuegos.

Die Zeitreise durch Cienfuegos

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Zeitreise – Cienfuegos von oben

Kuba gilt ja allgemein schon als sehr sauber. Aber Cienfuegos gilt sogar als sauberste Stadt des Landes und ich persönlich hatte irgendwie das Gefühl, eine Zeitreise gemacht zu haben. Die Gebäude, die Menschen und die Autos. Man fühlt sich wirklich wie in der Vergangenheit. Und spätestens, wenn man sich in eine der Bars gesetzt hat und einen leckeren Mojito oder Cuba Libre genießt, ist der Traum perfekt! Nur dass es eben kein Traum ist. Nein wirklich – Ich kann nur empfehlen sich Zeit für Cienfuegos zu nehmen. Es wäre viel zu schade, gleich die Segel zu setzen und diese wundervolle Stadt nicht zu erleben. Es ist übrigens auch möglich einen Tag früher anzukommen und eine oder auch gerne mehrere Nächte eine schöne Unterkunft zu buchen. Wer Interesse daran hat, kann sich gerne bei uns melden. Wir haben da eine gute Adresse.

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Gilt als die sauberste Stadt des Landes – Cienfuegos

Das Revier

Aber kommen wir wieder zurück zum Schiff. Nachdem der Proviant verstaut ist, der Check in und die Einweisung gelaufen sind, könnte es theoretisch schon los gehen. Im Gegensatz zu anderen Revieren ist es hier so, dass man die Behörden in der Marina darüber informieren muss, wenn man ausläuft. Einfach kurz ins Marina Büro gehen und Bescheid sagen. Die kommen dann meist auch noch mal kurz aufs Schiff, checken die Reisepässe der Crewmitglieder und das wars auch schon. Absolut unkompliziert.

Braucht man einen Skipper?

Skipper „Santiago“

An dieser Stelle will ich auch noch kurz anmerken, dass man sich natürlich auch einen Skipper für den Törn buchen kann. Das sollte man allerdings früh genug, am Besten schon bei Buchung, anfragen. Die Skipper sind Angestellte der Marina und hier auf Kuba muss jeder Skipper eine zwei jährige Ausbildung durchlaufen, bevor er Touristen durch die Gewässer schippern darf. Außerdem verstehen die Jungs was von Schiffstechnik, Fischfang und können auch noch kochen. Dazu kommt natürlich die Tatsache, dass ein einheimischer Skipper jede Ecke in diesem Revier kennt.

Die Einweisung ist wichtig!

Wer hier auf eigene Faust ohne Skipper unterwegs ist, sollte sich bei der Einweisung von Omar wirklich alles detailliert zeigen lassen. Eine gründliche Einweisung ist hier absolut zu empfehlen. Ich würde hier zum Beispiel niemals nach der Dämmerung unterwegs sein, weil es viele Riffe gibt und da die Plotter hier auch noch alle unter Deck sind, rate ich zumindest jedem, der das Revier nicht wirklich gut kennt, ausschließlich bei Tageslicht unterwegs zu sein.

Der erste Schlag  nach Cayo Largo

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Stille – sonst nichts! Die Überfahrt nach Cayo Largo

Meistens segeln die Charterer von Cienfuegos aus in Richtung Westen nach Cayo Largo. Auch wir haben diese Route gewählt. Es erwarten einen hier wirklich traumhafte Strände, eine reiche Unterwasserwelt und neben der schönen Marina in Cayo Largo selbst, auch noch unzählige geschützte Ankerbuchten. Den einzigen Wehrmutstropfen könnte für viele der erste und letzte Schlag zwischen Cienfuegos und den Cayos darstellen. Der ist nämlich über vierzig Seemeilen lang. Ich persönlich mag sowas ja. Auf so einem Tagestrip fühle ich mich dem Meer verbundener als sonst wo. Anschließend sind die Etappen allerdings umso kürzer. Man hat hier quasi die freie Wahl und kann alle paar Seemeilen den Anker für die Nacht werfen. Wir haben einige interessante Törnvorschläge für Sie. Wenn Sie also ein paar Tipps benötigen wie Ihr Törn im Detail aussehen könnte, melden Sie sich einfach. Dann schicken wir Ihnen alles zu.

Angeln

Kuba Angeln Fisch Yachturlaub
Ein Prachtexemplar!

Ich habe übrigens gelesen, dass Fischen ohne behördliche Genehmigung verboten ist. Ich weiß auch, dass im Umkreis von fünf Seemeilen rund um Cayo Largo darauf geachtet wird, dass das auch wirklich eingehalten wird. Was ich aber auch weiß ist, dass weiter draußen und im Speziellen auf der eben genannten Überfahrt, die Fische wie verrückt auf fünf bis sieben Zentimeter lange Gummiköder beißen. Verrückt… Meist Barracudas aber auch Red Snapper und andere stattliche Meeresbewohner.

Wetter und Segelbedingungen

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Perfekte Segelbedingungen

Ansonsten gibt es hier Segeltechnisch nicht allzu viel zu beachten. Das Klima ist hier vor allem tropisch und wird vom Nordostpassat geprägt, der für den konstanten, aber nicht allzu starken Wind sorgt. Wir hatten tatsächlich jeden Tag die Segel draußen und teilweise konnten wir richtig Gas geben. Wie auch in den anderen karibischen Revieren liegt die Hauptreisezeit auch hier zwischen Dezember und Mai. Natürlich sollte man nicht unbedingt in der Hurricane-Saison aufs Wasser. Diese reicht von Juni bis November, mit der größten Häufigkeit im Oktober, gefolgt von September und August. In erster Linie wird geankert, was hier wirklich problemlos funktioniert. Die Lufttemperaturen liegen übrigens ganzjährig zwischen 29° und 34° Grad und das Wasser hat mit gerade mal drei Grad weniger – Badewannen Temperatur.

Erstaunliche Unterwasserwelt!

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Kein seltener Anblick beim Schnorcheln

Und da sind wir auch schon bei einem der Highlights dieses Revieres. Die Unterwasserwelt! Was man hier mit bloßer Taucherbrille alles zu sehen bekommt ist wirklich atemberaubend. An den Riffen gibt es zahlreiche Korallen, in denen sich unzählige kleine, bunte Fische tummeln. Man bekommt aber auch stattliche Barracudas und Rochen zu sehen. Und mit etwas Glück, schwimmt auch mal eine wunderschöne Wasserschildkröte vorbei. Ebenso faszinierend aber alles Andere als selten, sind die zahlreichen Langusten, die sich zwischen den Riffen und in den Felsritzen verstecken. Obwohl man diese nicht fangen darf, kursieren so einige Geschichten darüber, dass sich Crews fürs Abendessen frische Langusten aus dem Wasser holen oder gar für eine Flasche Rum ein Gegengeschäft mit einem Fischer machen. Aber wie gesagt, die Tiere sind nicht nur eine Delikatesse auf dem Teller, als vielmehr eine Faszination in freier Wildbahn.

Natur und ihre Inselbewohner

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Die Leguaninsel mit seinen hungrigen Bewohnern

Wenn wir beim Thema Natur und Tiere sind, dann muss ich vor allem auch die „Leguan Insel“ – so nenne ich sie zumindest- ansprechen. Hier tummeln sich tatsächlich unzählige Echsen am Strand, die sofort aus Ihren Löchern gekrochen kommen, sobald man hier anlegt. Erst war ich etwas skeptisch aber schon nach kurzer Zeit sind mir die Tierchen fast schon ans Herz gewachsen. Vor allem, als ich mit einem Stück Brot aufgetaucht bin. Ich kam mir fast so vor wie der Rattenfänger von Hameln. Dem sind auch alle Tiere hinterhergelaufen.

Unvergessliche Strände

Bleiben wir noch ein bisschen beim Thema Natur. Als Segler haben wir alle schon unzählige Strände und Küstenabschnitte gesehen. Ein Stranderlebnis, welches ich hier auf Kuba erleben durfte, hat sich aber so sehr bei mir in der Gehirnhälfte für paradiesische Erlebnisse eingebrannt, dass ich es wohl nicht mehr vergessen werde. Und zwar sind wir mit den Kufen des Katamarans bis auf den Sand eines einsamen Strandes gefahren. Anschließend bin ich dann einfach vom Bug aus an Land gehüpft. Das war eine ganz spezielle Stelle, bei der das überhaupt möglich war. Ich muss daher an dieser Stelle auch wirklich davor warnen, einfach so auf einen Strand zuzufahren. Denn an 99% der Strandabschnitte, würde das Schiff auflaufen, noch bevor der Bug das Ufer berührt hat. Aber an dieser einen Stelle, mit dem Wind aus der richtigen Richtung, war das Manöver möglich. Wir haben oft einfach vor einem schönen Strandabschnitt geankert und waren stundenlang baden, sind wie Kinder, gefühlte 1000 mal ins Wasser gesprungen, waren schnorcheln oder haben uns am Mast hochziehen lassen, um uns das Paradies mal aus der Vogelperspektive anzusehen.

Katamaran am Strand in Kuba
Ein unvergesslicher Anlieger…

Die Mangrovenwälder

Ein wunderschöner Kontrast – die Mangrovenwälder

Neben den wirklich endlosen weißen Sandstränden über und traumhaften Korallen unter Wasser, gibt es hier noch die Mangrovenwälder, welche aus meiner Sicht einen wirklich gelungenen Kontrast bilden. Wenn man aus der Marina in Cayo Largo fährt, biegt man quasi um die Ecke und befindet sich in einem Channel, an dem rechts und links die saftig grünen Bäume aus dem Wasser ragen. Und als wenn das nicht schon schön genug wäre, fliegen dann noch Pelikane am Schiff vorbei, während ein paar Meter weiter die Flamingos im Knöcheltiefen Wasser stehen. Mit einem Monohull könnte man hier gar nicht durchfahren aber mit einem Kat ist das kein Problem.

Kulinarisches

Das Essen in Kuba ist vergleichsweise günstig

Die Marina in Cayo Largo von der ich eben gesprochen habe ist wirklich wunderschön gelegen. Es gibt am Steg eine wunderschöne Bar mit tollem Ausblick und auch der Möglichkeit etwas zu Essen. Ein Hauptgericht, bestehend aus einem halben Huhn und etwas Pommes, kostet hier umgerechnet 3.20 EUR. Ein Cappuccino bringt es übrigens auf im Vergleich auf 2,90 EUR. Klar – die Maschine muss importiert werden und die Hühner wachsen hier quasi auf der Stange.

Liegekosten, Löhne und Trinkgelder

Die Liegekosten in der Marina betragen für einen 40 Fuß Kat ca. 25,-EUR. Das ist an einheimischen Verhältnissen gemessen, übrigens ein halber Durchschnitts Monatslohn. Die Menschen verdienen hier nicht besonders viel und müssen sich daher durch Zweitjobs ihr Einkommen aufbessern. Die 100,-€, die der Skipper hier pro Tag kostet, fließen an den Staat. Der Skipper erhält sein monatliches Fixgehalt. Überflüssig zu erwähnen, wie sehr sich ein Einheimischer Skipper, Taxifahrer oder eine Bedienung über ein Trinkgeld freuen.

Yachtcharter_Kuba_Segeln_Marina_Cayo_Largo
Die Marina in Cayo Largo ist traumhaft gelegen

Internetzugang auf Kuba

Internet ist alles andere als selbstverständlich in KubaWas ich auch noch unbedingt bezüglich der Marina in Cayo Largo erwähnen möchte ist die Tatsache, dass man hier ins Internet kann! Das ist nämlich alles andere als selbstverständlich auf Kuba. Man hat zwar inzwischen ein gut ausgebautes Handyempfangsnetz, aber so etwas wie Internet ist hier – sagen wir mal – etwas kompliziert. Erst einmal muss man sich eine Karte kaufen, auf der man einen Freischaltcode freirubbeln kann. Sobald man dann an einem Platz ist, an dem des ein freies W-Lan gibt, kann man sich einwählen und ist online. Die Karte für eine Stunde kostet umgerechnet einen Euro. Man muss die Zeit nicht am Stück online sein. Sobald man sich ausloggt und irgendwann wieder einloggt, läuft die Zeit weiter. Ärgerlich ist nur, dass man die beiden knapp zehnstelligen Zahlenkombinationen immer wieder neu eingeben muss. Das besagte W-Lan gibt es meist in Hotels -wie zum Beispiel auch in dem Hotel Jagua, Nahe der Marina in Cienfuegos, sowie auf manchen öffentlichen Plätzen und eben in der Marina in Cayo Largo. Und bei den hohen Roaminggebühren, lohnt es sich wirklich, seine Telefonate übers Internet zu machen. Das funktioniert wirklich gut.

Wasserschildkröten und Party…

 

Eine Wasserschildkröte aus der Aufzuchtfarm

In Cayo Largo gibt es übrigens auch eine Schildkrötenaufzuchtstation. Diese wird ausschließlich aus Spendengeldern finanziert und man kann sich dort die Tiere in den einzelnen Becken anschauen und Sie sogar anfassen. Ich fand es sehr interessant und vor allem beachtenswert, was die Menschen hier für diese wundervollen Tiere tun. An mehreren Tagen die Woche, außer Samstags soweit ich weiß, ist hier übrigens auch Party angesagt. Was Kubaner benötigen, um richtig Spaß zu haben? Nicht viel! Eine kleine Bühne auf der Straße – zwei Boxen und ein DJ. Schon strömen die Menschen herbei und keiner bleibt mehr ruhig. Eins ist mir hier klar geworden: Die Kubaner haben die Musik glaub ich mit der Muttermilch eingeflößt bekommen. Die Leidenschaft und der Spaß, den die beim Tanzen versprühen, ist ansteckend. Leider springt das Talent dafür nicht auch gleich mit rüber. Aber egal! Wir hatten hier unglaublich viel Spaß und sind dann anschließend fertig und zufrieden ins Bett gefallen.

Havanna ist ein MUSS!

Eigentlich wäre ich an dieser Stelle mit meinen Revierinfos am Ende angekommen, wenn wir nicht in Kube wären. Denn wer hier seinen Törn macht, ohne einen Abstecher in die Hauptstadt Havanna zu machen, der würde wirkliche einen großen Fehler begehen. Zu empfehlen wäre ein Tag in Cienfuegos, dann mindestens zehn Tage auf dem Wasser und anschließend unbedingt noch zwei bis drei Tage Havanna. Man könnten in ein Hotel gehen, aber man kann auch in verschiedenen Mietunterkünften unterkommen, so wie wir es gemacht haben. Ich würde das wieder machen und falls Sie hier eine Adresse benötigen, fragen Sie uns einfach.

Mit dem E-bike durch die Stadt!

Havanna Yachtcharter e-bike
Wenn das mal kein cooles Bike ist!

Ich habe mir lange überlegt, wie ich es anstellen könnte, im Rahmen dieses Berichtes die Stadt Havanna zu beschreiben. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir die wohl genialste Möglichkeit genutzt haben, Havanna kennenzulernen. Und zwar haben wir drei Tage lang geführte E-Bike Touren durch die Stadt unternommen. Martin und Jens, die Gründer des Unternehmens stammen aus Deutschland und haben sich mit dieser Idee einen Traum verwirklicht.

Die Gassen von Havanna

Mit Ihrer Firma Cubyke fahren Sie mit Ihren Kunden nämlich nicht nur die ganzen bekannten Highlights der Stadt ab. Es sind die teils entlegenen Straßen und Gassen Havannas, wo sich das wahre Leben abspielt. Wir sind auf unseren Touren fast die ganze Stadt abgefahren, haben Einheimische kennengelernt und waren aufgrund der elektrischen Unterstützung der Bikes am Ende des Tages nur bedingt müde.

Fazit

Kuba ist ein besonderes Charterrevier! Ob Havanna mit seinen farbigen, teils maroden Gebäuden, den Oldtimern und den fröhlichen Menschen oder die endlosen Strände der Cayos, das türkisblaue Wasser an den Korallenriffen und die wunderschöne Unterwasserwelt. Mich haben alle Facetten dieses Landes fasziniert und für Alle, die mit dem Geanken spielen, dieses Land zu bereisen, kann ich nur die Empfehlung aussprechen, nicht so lange zu warten. Denn die Frage ist, wie lange Kuba noch „Kuba“ bleibt, bevor die westliche Welt hier immer mehr seinen Einfluss hat.

Unsere Erlebnisse vor Ort als Videotagebuch!

Auf unserem Törn haben wir täglich ein Video über unsere Erlebnisse vor Ort gedreht. Hier gehts zum 8 teiligen Erlebnisbericht:

Kuba video Tagebuch Erlebnisbericht Yachtcharter segeln

 

Interesse?

Wirklich individuelle Beratung bekommen Sie, wenn Sie uns am besten persönlich kontaktieren. Sie können uns jederzeit eine E-Mail schreiben oder aber noch besser, Sie rufen uns einfach an. Wir freuen uns, wenn Sie sich melden. Unser Team kann Ihnen dann Fragen zu diesem oder auch zu allen anderen Yachtcharterrevieren dieser Erde beantworten und Ihnen dann auch perfekt auf Sie zugeschnittene Angebote zu Ihrer gewünschten Charteryacht zuschicken. Auch mich erreichen Sie dort persönlich. Diesen Beitrag finden Sie übrigens neben vielen weiteren Revierinformationen auch auf unserem YouTube-Channel in unserer Rubrik „Revierinformationen auf den Punkt gebracht“.

Und wenn Sie auch in Zukunft in Sachen Yachtcharter und Meer up to date bleiben wollen, dann folgen Sie gerne unserem YouTube Kanal und schauen Sie auch mal auf unseren anderen Social-Media-Kanälen vorbei. Sicherlich finden sie dort auch einiges was ihr Herz begeistern wird!

Buchen Sie Ihre nächste Charter  – Wir beraten Sie!

Für Ihre nächste Törnplanung steht Ihnen unsere Crew mit langjähringer Erfahrung beratend zur Seite. Senden Sie uns Ihre Charteranfrage und lassen Sie sich unverbindlich, die für Sie passenden Yachten von uns anbieten. Sie erreichen uns per E-mail, telefonisch unter +49 – 931 30 699 04 0 oder auch gerne persönlich im Büro in Würzburg

 

 

 

Fotonachweis: Marcel Gollin (Wenn im Bild selbst nicht anders beschrieben)

 

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