Ich war auf der Sisi!

Alles begann mit einem Kaffee auf der „boot“ in Düsseldorf…

Es klingt eigentlich fast schon wie ein Klischee. „Die Idee kam uns bei einem gemeinsamen Kaffee“. Aber in diesem Fall war es tatsächlich so. Im Januar 2020, auf der Messe boot in Düsseldorf, wurde mir Julian Kircher (Jules) vorgestellt. Wir haben uns auf Anhieb verstanden – waren quasi auf einer Wellenlänge und dann erzählte er mir vom Austrian Ocean Race Project. Gut, dass ich dieses erste Gespräch gleich gefilmt habe…

Jules und Ümit im Gespräch auf der boot in Düsseldorf

Ziele sind da, um erreicht zu werden! Das Austrian Ocean Race Project

Wir unterhielten uns ausgiebig über das Austrian Ocean Race Project, welches Jules auf die Beine gestellt hatte. Man stelle sich vor: Da kommt ein Binnenland wie Österreich auf die Idee, an der spektakulärsten Segelregatta der Welt teilzunehmen. Dem Ocean Race!

Hierzu muss man sich nicht nur bewerben und ein plausibles Konzept vorlegen, man benötigt auch eine Menge Geld, Sponsoren, Partner, eine Crew und viele Strategische Partner. All diesen Herausforderungen hat sich Jules gestellt – immer mit dem Ziel vor Augen, das Ocean Race für Österreich Wirklichkeit werden zu lassen.

Bereits nach kurzer Zeit wurde auch schon die passende Yacht gefunden. Ein Volvo Ocean Racer 65. Neupreis 6,5 Millionen Euro! Zum Glück konnte er etwas handeln und die Perfomance Yacht für einen „günstigen“ Preis ergattern. Aber ein Schiff reicht noch lange nicht aus. Dem Video mit dem Interview mit Jules könnt Ihr entnehmen, was sonst noch alles nötig war um das Projekt auf gesunde Beine zu bekommen.

Als einfacher Chartersegler auf einem Ocean Racer!

Als wir so über das Projekt sprachen, wuchs eine Idee in uns. Die Frage, wie es eigentlich auf so einer Performance Yacht zugeht, was die Aufgaben der Crew bei einer Regatta dieses Formats ist und wie das Leben an Bord eines Ocean Racers ist, interessierte mich immer mehr. Als einfacher „Badehosensegler“ der auf einer Charteryacht segelt, hat man schließlich keinerlei Einblick in die 1. Liga des Segelns.

Arbeiten auf einem Ocean Racer. Das hat nichts mit einer Charteryacht gemein

Diese Fragen brachten uns zu einer Idee! Was wäre, wenn wir ein Projekt auf die Beine stellen könnten, bei dem wir zeigen können, wie es auf einem Ocean Racer so zugeht. Was wäre, wenn wir einen Film darüber drehen würden?

Ein starkes Projekt braucht starke Partner

Die Idee stand fest! Ich würde in die Karibik reisen und an einer offiziellen Regatta, dem Caribbean RORC600 ab Antigua teilnehmen. Ein Rennen, welches über 3 Tage geht und 6oo Seemeilen lang ist. Die Frage war nur, wie wir das alles stemmen sollten. Die Antwort darauf sind starke Partner! Denn so wie es der Zufall will, war auch Katja Pilski von der Hamburger Yachtversicherung Schomacker, an dem Tag auf der boot bei uns am Stand. Ich kenne Katja bereits seit vielen Jahren. Sie und Ihre Kollegen waren begeistert von der Idee und sagten uns zu, dieses Projekt gerne zu unterstützen. Auch unsere offiziellen Partner GARMIN und Spreadshirt waren begeistert von unserem Vorhaben und baten uns ebenfalls an, diese Idee tatkräftig zu unterstützen. GAMRIN gab uns zudem noch die neue Quatix6 zum testen mit auf die Reise! Spreadshirt organisierte Kurzerhand die Crewoutfits!

Somit war klar, dass wir das Projekt umsetzen können und nun bedurfte es nur noch einer richtig guten Filmcrew, die das Ganze auch authentisch in Bild und Ton einfangen konnte. Aber diese Frage war schnell zu beantworten. Bereits seit ein paar Jahren arbeiten wir mit Philipp und Christian von Lang&Lenner zusammen. Sie waren es auch, die unseren Imagefilm „Das Meer mein Vater und ich“ gemacht hatten. Philipp ist selbst Segler und als ich ihm von dem Projekt erzählte, war er begeistert!

Philipp und Ümit beim Dreh in der Karibik

Das Rennen

Ich würde gerne ein paar Zeilen über die Eindrücke von vor Ort schreiben. Aber der Film sagt mehr als 1000 Worte…

Persönliche Aufzeichnungen…

Ich war insgesamt über 10 Tage auf Antigua. Die Vorbereitungen, die Trainingstage und ein paar Tage nach dem Rennen. Die Zeit ging schnell vorüber und ich habe es genossen. Für unseren Audio Podcast, der wöchentlich mit neuen Folgen auf iTunes, Soundcloud, Spotify und den anderen Anbietern erscheint, habe ich mich vor Ort mit meinem Ton Aufnahmegerät an die Arbeit gemacht. Ich habe regelmäßig meine Eindrücke auf Band gesprochen, die Atmosphäre eingefangen und die Geschehnisse dokumentiert. Wenn Euch das interessiert, habe ich hier die drei Folgen für Euch, welche meine persönlichen Aufzeichnungen von vor Ort widergeben.

LIVE Sendung auf YouTube – Sisi kehrt nach Corona Pandemie zurück nach Hause…

Inzwischen sind zwei Monate vergangen. Während wir uns in der Karibik noch unbeschwert bewergen konnten, hat uns die Corona Pandemie inzwischen in höchstem Grade eingeschränkt. Die Sisi konnte nach unserer Regatta nur noch eine weitere Regatta fahren und danach war Schluss! Die Crew des Austrian Ocean Race Projects saß fest und es gab vorerst keine Aussicht auf eine Rückkehr nach Hause. Wir haben heute den 06.05.2020. Nach langer Wartezeit und großen Bestrebungen Seitens Jules und seinem Team, ist es gelungen, die Rückholaktion der Sisi zu genehmigen. Heute Abend wird die Yacht voraussichtlich in Den Haag anlegen. Zur Feier des Tages haben wir Jules und seinen Partner in unsere YouTube LIVE Sendung eingeladen. Und mit etwas Glück, gelingt uns auch eine Liveschaltung auf die Sisi.

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