Große Yachten chartern

Der Trend in der Charter geht zu immer größeren Yachten. Während man früher noch mit sechs Personen auf einer 36 Fuß Yacht seinen Segeltörn angetreten ist, sind heute nicht selten vierköpfige Crews auf 46 Fuß unterwegs. Das hat zur Folge, dass sich die sechs- und mehrköpfigen Crews inzwischen oft ganz andere Dimensionen wünschen. Mindestens 50 Fuß heißt für viele hier die Devise. Aber worauf kommt es an, wenn es darum geht, große Yachten zu chartern? Was sind die Vor- und eventuellen Nachteile und wie tastet man sich am besten an das Führen einer großen Yacht heran? Diese Punkte, werden wir in dem folgenden Artikel genauer unter die Lupe nehmen.

Große Yachten, wie hier die Bavaria C57, werden immer beleibter – auch bei Chartercrews.

Die Vor- und Nachteile, große Yachten zu chartern

Der Kostenfaktor

Bei der Törnplanung ist die Wahl der Yacht mit eine der Entscheidenden Faktoren. Größe, Platz und Luxus, stehen hier meist dem Faktor Kosten gegenüber. Doch muss eine große Yacht unbedingt höhere Kosten für die Crew bedeuten?

Grundsätzliche Preisunterschiede

Eine größere Yacht bedeutet in der Regel natürlich einen höheren Anschaffungswert, höhere Wartungs- und Liegeplatzgebühren und größere Unterhaltungskosten. Dies muss sich zwangsweise in den Charterkosten widerspiegeln.

Der zweite Punkt ist der, dass ein größeres Schiff auch während des Törns höhere Kosten verursacht. Hier zählen insbesondere Liegeplatzgebühren in Häfen, sowie Treibstoffkosten eine Rolle. Doch wie kann man die Kosten dennoch für die Crew geringhalten?

Große Crew – kleiner Preis

Der reine Charterpreis für ein gleichwertiges aber größers Schiff ist wie gesagt in der Regel natürlich höher als bei einem kleineren Modell. In der Charter kann dies jedoch an Relevanz verlieren, wenn die Kosten zum Beispiel durch die Anzahl der Crewmitglieder geteilt wird und man auf der größeren Yacht, mehr zahlende Mitreisende hat.

Jedes Crewmitglied das zahlt, zählt…

Die Saison ist entscheidend

Wer seine Crew nicht vergrößern möchte aber dennoch in den Genuss einer großen Charteryacht kommen und dabei sein Budget nicht überreizen will, sollte sich den Törn in die Nebensaison legen. Hier bekommt man die „Big Boats“ teilweise zu unfassbar günstigen Angeboten. Hier einige Beispiele, die das Chartern von großen Yachten, preislich in ein anders Licht rücken. (Wichtig: Die angezeigten Preise sind Momentaufnahmen mit den aktuellen Rabatten, die zur Zeit der Aufnahme am 09.10.2020 von den Vercharterern gewährt wurden und können in Zukunft variieren. Über einen Klick auf das Bild, kommst Du auf die aktuelle Preisabfrage und Übersicht der Yachtangebote von uns.)

Niedrige Preise bei großen Yachten. In der Nebensaison Normalität.

Die Anforderungen an den Skipper

Wer große Yachten chartert, sollte sie auch segeln können…

Die Angst vieler Skipper, eine Yacht mit über 50 Fuß zu chartern, liegt schlicht und ergreifend in der Tatsache, dass die Herausforderung, eine große Yacht zu führen, eine andere ist. Im Folgenden gibt es fünf Tipps, die es dem Skipper erleichtern, diese Hürde zu nehmen.

  1. Keine großen Sprünge in der Schiffsröße
    Übertrieben ausgedrückt: Wer bisher Yachten unter 40 Fuß gechartert hat, sollte nicht auf einmal eine 50 Fuß Yacht mieten. Wer sich Schritt für Schritt nach oben chartert, dem wird die Anpassung nicht schwerfallen.
  2. Für den ersten Tag einen Skipper buchen
    Immer mehr Chartergäste, mieten sich zumindest für den ersten Tag einen Skipper. Hier hat man Zeit, sich zusammen mit jemandem, dem das Schiff vertraut ist, an die Yacht zu gewöhnen. Manöver können zusammen geübt werden und man bekommt ein Gefühl für die Yacht.
  3. Eine erfahrene Crew mitnehmen
    Wer das erste Mal eine große Yacht chartert, der sollte nicht mit einer gänzlich unerfahrenen Crew aufs Wasser gehen. Der Skipper wird hier auf die Unterstützung seiner Mannschaft eventuell mehr zugreifen müssen als sonst. Dazu macht es Sinn, bereits am ersten Tag die Crewmitglieder mit der Yacht vertraut zu machen.
  4. Skippertrainings absolvieren
    Ein Skippertraining ist selbst für erfahrene Segler eine wunderbare Möglichkeit, um sich in bestimmten Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Es gibt hier unzählige Möglichkeiten und Kurse, für die man sich anmelden kann. Zum Beispiel unter https://www.blue-2.at/
  5. Mit Simulatoren den Ernstfall üben
    Es hört sich etwas komisch an und kommt natürlich auch nicht an ein praktisches Training ran – aber eine Manöversimulation durch eine gute App ist heutzutage ein ausgezeichnetes Tool, um sich zumindest schon mal theoretisch auf das Chartern von großen Yachten vorbereitet. Wir haben dazu schon einen Blogbeitrag unter dem Namen online Skippertraining, mit Angeboten zu guten Apps geschrieben.
Ein Skipper für den ersten Tag ist oft ausreichend, um sich mit dem Schiff vertraut zu machen

Die Sache mit dem Tiefgang

Nicht immer wichtig, doch in machen Buchten und Marinaeinfahrten sehr relevant. Der Tiefgang größerer Yachten ist auch meist um einiges größer. Somit ist nicht immer gewährleistet, dass man gerade durch die Einfahrt von kleinen Häfen kommt. Auch bei Buchten ist es so, dass kleinere Boote aufgrund des kurzen Kiels, näher am Ufer ankern können und daher oft den schöneren und sichereren Ankerplatz bekommen.

Wie weit die Yacht in den seichten Bereich vordringen kann, hängt auch von der Tiefe des Kiels ab

Der Tiefgang ist einerseits eventuell beim Ankern oder Anlegen ein Nachteil, dafür bietet ein vor Allem im Verhältnis längerer Kiel aber auch bessere Segeleigenschaften. Ebenso sind vermeitliche Nachteile, wie die zu Beginn angesprochenen höheren Liegegebühren und Treibstoffkosten, bei größeren Crews, keine wirkliche Kostenerhöhung.

Der im Verhältnis lange Kiel hält die Yacht eher aufrecht – ein Vorteil bei den meisten großen Yachten

Fazit

Wer große Yachten chartern möchte, sollte sich unbedingt einfach unverbindlich beraten lassen. Unsere Mitarbeiter stehen hier jederzeit zur Verfügung und können die Möglichkeiten und Angebote für jede individuelle Anfrage in Erfahrung bringen. Wer dann noch die passende Crew hat und sich bei Bedarf entsprechend auf den Törn vorbereiten kann oder sich eventuell für einen Skipper in den ersten Tagen entscheidet, dürfte bestens gewappnet sein.

Große Yachten bringen sicherlich mehr Komfort, schnellere Geschwindigkeiten und garantieren aufgrund der mitgebrachten Masse auch für eine stabilere Wasserlage. Die höheren Geschwindigkeiten tragen zudem dazu bei, dass man in der gleichen Charterdauer, größere Distanzen zurücklegen kann.

Unserer Erfahrung nach wirkt es wie eine Sucht. Wer einmal ein großes Schiff hatte, will sich hier meist nur noch ungern verkleinern…

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